Soll ich mit dir das Zimmer teilen,
Pudel, so laß das Heulen,
So laß das Bellen!
Solch einen störenden Gesellen
Mag ich nicht in der Nähe leiden.
Einer von uns beiden
Muß die Zelle meiden.
Ungern heb ich das Gastrecht auf,
Die Tür ist offen, hast freien Lauf.
Aber was muß ich sehen!
Kann das natürlich geschehen?
Ist es Schatten? ist's Wirklichkeit?
Wie wird mein Pudel lang und breit!
Er hebt sich mit Gewalt,
Das ist nicht eines Hundes Gestalt!
Welch ein Gespenst bracht ich ins Haus!
(Faust, der Tragödie erster Teil. VIII)
Während Faust sich mit seinem Pudel tatsächlich den Teufel ins Haus geholt hatte, waren wir was Gismo anging nicht ganz so schlecht dran. Aber nach der Liebe auf dem ersten Blick (http://gismos-geschichte.blogspot.de/2017/02/was-ist-wenn-es-nicht-liebe-auf-den.html) fielen meine Familienmitglieder und ich schnell von der Wolke 7 herunter.
Wir waren von York gewohnt mit Hunden machen zu können, was wir wollten. Ihn zu streicheln, zu kuscheln und solche Dinge eben...(ich habe ihn als 8jährige an seinem Schwanz durch die Wohnung gezogen, darauf bin ich nicht stolz, aber man konnte eben alles mit ihm machen).
Wir waren von York gewohnt mit Hunden machen zu können, was wir wollten. Ihn zu streicheln, zu kuscheln und solche Dinge eben...(ich habe ihn als 8jährige an seinem Schwanz durch die Wohnung gezogen, darauf bin ich nicht stolz, aber man konnte eben alles mit ihm machen).
Gismo war kein normaler Hund. Der Teufel ist etwas übertrieben, aber er wurde schnell biestig. Ich konnte ihn nicht streicheln, kuscheln oder andere Dinge mit ihm machen. Um ehrlich zu sein hatte ich etwas Angst vor dem knurrenden Fellknäuel.
Er gewann schnell die Oberhand und als er sich mit meinem geliebten Dackel fetzte und dessen Nase blutete, zerplatzen all meine Träume von den beiden Hunden und dem harmonischen Übergang von York zu Gismo.
Einmal streichelte ich ihn und war so zufrieden mit meinem Fortschritt, er lag auf der Seite und ich streichelte seinen Bauch. Er musste leise geknurrt haben, aber ich habe es nicht gehört, weil ich damit beschäftigt war in einer Babystimme mit ihm zu sprechen. Da ich auf seine Warnung nicht reagierte, drehte das Tier sich um und biss mir in die Hand. Ich bin vollkommen ausgerastet und habe ihn angeschrien und geflucht und einen Plastiktisch kaputt geschlagen, der mich jahrelang an dieses Ereignis erinnern sollte, als er im Keller stand.
In den nächsten sieben Jahren habe ich Gismos Bauch nicht gestreichelt, auch wenn er es wollte. Ich bereue das nicht unbedingt, aber ich vermisse ihn so sehr, ich würde per Zeitreise an IRGEND einen Punkt in seiner Geschichte zurückgehen, damit ich ihn wieder haben kann. Bissig oder nicht.
In den nächsten sieben Jahren habe ich Gismos Bauch nicht gestreichelt, auch wenn er es wollte. Ich bereue das nicht unbedingt, aber ich vermisse ihn so sehr, ich würde per Zeitreise an IRGEND einen Punkt in seiner Geschichte zurückgehen, damit ich ihn wieder haben kann. Bissig oder nicht.
Ich weiß noch, dass meine Mutter und ich darüber redeten, ob wir Gismo zurückgeben sollten. Aber wir kamen schnell zu dem Entschluss, dass niemand diesen bissigen, "bösen" Hund nehmen würde. Und ihn einschläfern?
Ich habe es ehrlich in Betracht gezogen und ich muss über meine damalige Naivität lächeln, denn Gismos Geschichte wird sich ändern, das ganze brauchte eben seine Zeit und das war mir in diesem Moment nicht bewusst. Meine (damals noch nicht! ;) ) Schwägerin war ganz erschrocken über meinen Ausspruch den kleinen Hund vielleicht einzuschläfern...ich weiß, dass sie mich auf den Boden der Tatsachen zurück holte, weil sie sagte: "Ich könnte das nicht, ich könnte das gar nicht mit meinem Gewissen vereinbaren."
Also sagte ich meiner Mutter, ganz ehrlich, wenn man ein Kind adoptiert, gibt man es ja auch nicht einfach zurück, wenn es nicht klappt. Man investiert sich.
Meine Schwester aus England und ihrer damalige Freundin kamen oft zu Besuch und stürzten sich auf das Projekt Gismo. Es ist jetzt 7 Jahre her, dass ich Gismos Geschichte aufschreibe und ich habe viele Gedächtnislücken. Wir alle wissen, dass Erinnerungen nicht zuverlässig und meistens auch ziemlich subjektiv sind, aber so habe ich es eben in Erinnerung....
Also es gab einen Hundetrainer und auch eine Kastration und es wurde viel für Gismo getan, damit er eben nicht anfing wie ein Monster zu knurren oder nach uns zu schnappen.
Wir gingen mit ihm auch das erste Mal zum Hundefriseur, der arme Hund war nämlich völlig verfilzt und hatte ständig Fell im Gesicht hängen. Die Hundefriseurin sagte uns, "mit ihm ist auf jeden Fall etwas gemacht worden", da er sich so sehr sträubte und seinen Kopf um sich schlug, um sich gegen sie zu wehren. Sie meinte normalerweise würden Hunde bemerken, dass ihnen nichts geschehen würde. Wir hatten diese Vermutung schon, weil Gismo die Angewohnheit hatte sich zu ducken und zusammenzuzucken. Er sah danach aus wie ein ganz neuer Hund. Und über die nächsten sieben Jahre gingen wir oft in diesen Friseurladen und Gismo sah immer aus, wie ein neuer Hund.
Also es gab einen Hundetrainer und auch eine Kastration und es wurde viel für Gismo getan, damit er eben nicht anfing wie ein Monster zu knurren oder nach uns zu schnappen.
Wir gingen mit ihm auch das erste Mal zum Hundefriseur, der arme Hund war nämlich völlig verfilzt und hatte ständig Fell im Gesicht hängen. Die Hundefriseurin sagte uns, "mit ihm ist auf jeden Fall etwas gemacht worden", da er sich so sehr sträubte und seinen Kopf um sich schlug, um sich gegen sie zu wehren. Sie meinte normalerweise würden Hunde bemerken, dass ihnen nichts geschehen würde. Wir hatten diese Vermutung schon, weil Gismo die Angewohnheit hatte sich zu ducken und zusammenzuzucken. Er sah danach aus wie ein ganz neuer Hund. Und über die nächsten sieben Jahre gingen wir oft in diesen Friseurladen und Gismo sah immer aus, wie ein neuer Hund.
Im Nachhinein fällt mir auf, dass viele Leute am Anfang an Gismos Anfängen beteiligt waren. Meine Schwester aus England und meine Mutter haben viel Arbeit geleistet. Ohne meine Mutter hätte ich Gismo nicht bekommen. Er war nicht das was ich mir vorgestellt habe, er war nicht im geringsten das was ich mir gewünscht hatte.
Er war viel mehr.

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