Freitag, 10. Februar 2017
Gismos Freunde #3 - Schäferhund
Dass unsere Wohnung ein Geschenk des Himmels war, habe ich schon erläutert. Aber die Lage ist unglaublich, wirklich.
Zwei Minuten entfernt gibt es eine große Wiese, mit Schreber-Gärten, einem kleinen Bach, der aber oft nur eine ausgetrocknete Kuhle war. Ich ging gerne mit Gismo dorthin, weil ich so nicht mit ihm extra ins Feld fahren und ihn vorher ins Auto packen musste. Er tobte sich dort gerne aus und ich konnte beten, es war perfekt.
Bis auf den großen Schäferhund, der bei den Schrebergärten abhing zumindest...
Ich ging eines Tages wahrscheinlich im Sommer 2014 mit Gismo spazieren und dachte mir nichts. Als ich mich umdrehte stand dort dieser große Schäferhund. Dieses Tier hatte sich angeschlichen, als könnte es schweben. Weder Gismo noch ich haben etwas mitbekommen.
Da ich bis heute den Namen dieses Hundes nicht kenne, sagte ich nur: "Hallo großer Hund...du gehst jetzt einfach wieder nach Hause, ja? Geh..."
Ich gab mir große Mühe meine Stimme ruhig zu lassen, habe mir aus Angst aber bald an Ort und Stelle in die Hosen gemacht. Der große Hund war ganz ruhig und schien meine Gestiken auch zu verstehen und wollte sich umdrehen. Mit langsamen Bewegungen leinte ich Gismo wieder an und redete immer weiter:
"Wir gehen jetzt auch nach Hause. Ganz ruhig. Das ist Gismo, der ist ganz langweilig...Gismo. Gismo!"
Der kleine Schatz fing fröhlich an zu bellen und machte meinen Plan unauffällig zu verschwinden sofort zu Nichte. Er liebte diesen Schäferhund von Anfang an. Der Schäferhund verstand meine Absichten und ließ sich zu den Gärten schicken.
Den kleinen Shitzu musste ich allerdings nach Hause zwingen. Ich musste sehr über die Geschichte lachen, als ich sie Zuhause erzählte und entschied dann auch, dass ich es versuchen würde mit den beiden Hunden.
Ich ging bald darauf wieder zur Wiese und ließ Gismo von der Leine. Er stürmte auf den großen Hund zu, der mit einer solchen Vorsicht mit dem Kleinen spielte, dass es mir jedes Mal warm ums Herz wurde. Die beiden jagten sich und Gismo wurde innerhalb von Minuten wieder jung. Ich ging mit ihm oft auf die Wiese und wenn der Schäferhund nicht da war, war er sehr traurig und hielt Ausschau nach seinem großen Freund.
Wenn diese beiden unterschiedlichen Freunde zusammen kamen, freuten sie sich einander zu sehen und spielten ausgelassen miteinander. Es war eines der schönsten Erfahrungen, die ich mit Gismo machen durfte und ich bin so dankbar für diese Augenblicke in denen er tobte. Ich kann nur hoffen, dass er dort wo er jetzt ist, auch so viel Spaß hat.
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